Uroonkologisches Zentrum Mittelbrandenburg e.V.Uroonkologisches Zentrum Mittelbrandenburg e.V.
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Die Prostata

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, hat die Form und Größe einer Kastanie und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Harnblase. Sie umgibt den oberen Teil der Harnröhre. Bei einem erwachsenen Mann wiegt die Prostata ca. 25 Gramm. Ihre Hauptfunktion ist die Bildung eines milchigen Sekrets, das Hauptbestandteil der Samenflüssigkeit ist. Eine Vergrößerung der Prostata kann die Harnentleerung beeinträchtigt.

Männliche Geschlechtsorgane
Bildquelle: Male_anatomy_de.png (Urheber Lennert_B)
Freie Mediendatenbank Wikimedia Commons
unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Nutzen Sie unser Experten-Netzwerk

Nutzen Sie unser Experten-Netzwerk: Wir betreuen und behandeln die betroffenen Patienten in enger Zusammenarbeit mit Strahlentherapeuten, Schmerz-Spezialisten und Onkologen. Sie profitieren von gebündeltem Fachwissen und unserer Erfahrung.

Die Zertifizierung als „Prostatakarzinom-Zentrum (PKZ) Luckenwalde“ (Zertifizierungssystem für die Onkologische Versorgung von der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit OnkoZert) ist 2010 erfolgt.

externe Website www.kh-luckenwalde.de…

externe Website www.onkozert.de…

prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist die bösartige Neubildung des Prostatadrüsengewebes. Es entsteht meist in der äußeren Region der Drüse, so dass es bei der Untersuchung mit dem Finger vom Enddarm her leicht getastet werden kann. Tumorverdächtig sind dabei verhärtete Knoten, die der Arzt fühlen kann. Das Prostatakarzinom ist das häufigste Tumorleiden des Mannes.

Die Betreuung und Behandlung der betroffenen Patienten ist deshalb ein wichtiger Schwerpunkt des Uroonkologischen Zentrums Mittelbrandenburg.

Die Früherkennung - Der PSA-Wert

Im Frühstadium kann der Tastbefund jedoch völlig unauffällig sein und Beschwerden treten nicht auf, so dass der Vorsorgeuntersuchung größte Bedeutung zukommt. Grundsätzlich sollte der erste Schritt zur Früherkennung des Prostatakarzinoms die Vorsorgeuntersuchung sein, die in Deutschland ab dem 45. Lebensjahr angeboten und von den Krankenkassen bezahlt wird. Bei der Vorsorgeuntersuchung für das Prostatakarzinom wird der Urologe neben der rektalen Abtastung der Prostata (DRU = digital rektale Untersuchung) und einer Ultraschalluntersuchung eine Blutentnahme zur PSA-Bestimmung durchführen.

Der PSA-Wert (PSA = Prostata-spezifisches Antigen) kann helfen ein Prostatakarzinom möglichst früh zu erkennen. Nicht jeder Patient mit einem erhöhten PSA ist allerdings an einem Prostatakrebs erkrankt. Sollte bei Ihnen ein erhöhter Wert festgestellt werden, lassen Sie sich über mögliche Konsequenzen von Ihrem Urologen beraten. Sie können sich natürlich auch an uns wenden: Wir informieren Sie gerne ausführlich über das weitere Vorgehen.

Die Biopsie der Prostata

Zum Ausschluss des Prostatakarzinoms oder zur Sicherung der Diagnose ist eine Biopsie erforderlich. Eine Biopsie wird über den Enddarm (transrektal) durchgeführt. In unserer Klinik erfolgt die Prostatabiopsie mit Hilfe einer Darstellung der Prostata im Ultraschall, nach vorbeugender Gabe eines Antibiotikums und unter kurzer Allgmein- /Vollnarkose. Es werden zwölf kleine Gewebeproben aus mehreren Bereichen der Prostata entnommen. Diese moderne Technik hilft, eine gefährliche Krebsgeschwulst zuverlässig zu entdecken und gleichzeitig wichtige Körperstrukturen zu schonen. Die Gewebeproben werden von einem erfahrenen Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Anhand des pathologischen Befundes, des PSA-Wertes und des Tastbefundes kann eine genaue Prognose hinsichtlich der lokalen Begrenzung der Krebserkrankung auf die Prostata erfolgen.

Wird in den Gewebeproben ein Prostatakarzinom festgestellt, folgen weiterführende Untersuchungen, die der Abklärung der Ausbreitung des Prostatakarzinoms dienen wie zum Beispiel eine nuklearmedizinische Skelettuntersuchung (Knochenszintigraphie), die Absiedlungen im Knochen erkennen kann.

Die Prostatektomie

Ist das Prostatakarzinom nach allen Voruntersuchungen organbegrenzt, besteht eine Therapiemöglichkeit in einer operativen Entfernung der Prostata. Das standardmäßige Verfahren ist die radikale Entfernung der Prostata und der Samenblasen mit Entfernung der Lymphknoten im Becken. Die radikale Prostatektomie und die Entfernung der Lymphknoten können mit einem Bauchschnitt (retropubisch), laparoskopisch („Schlüssellochmethode“) oder (seltener) mit einem Dammschnitt erfolgen. Die Wahl des Verfahrens hängt vor allem von der Erfahrung des Operateurs mit der einzelnen Technik ab. Der Eingriff dauert im Schnitt ca. 3 Stunden.

Die Operationstechnik der radikalen Prostatektomie wurde in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt, wobei neben der Heilung die Erhaltung der Kontinenz und der Erektion zum Erhalt der Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Von den b mit einer radikaler Prostatektomie operierten Patienten sind ca. 95 % kontinent und 60-90 % der operierten Patienten weiterhin potent.

Nach einer Radikaloperation sollte der Patient mit 10 bis 14 Tagen Krankenhausaufenthalt und anschließender Anschlussheilbehandlung rechnen.

Strahlentherapie

Für einige Patienten ist ein strahlentherapeutisches Verfahren der Operation vorzuziehen. Das hängt von Ihren individuellen Umständen ab.

Die Strahlentherapie kann sowohl von außen als auch durch das Einbringen radioaktiver Metallkapseln in das erkrankte Organ durchgeführt werden. Bei älteren Patienten und wenig aggressivem Prostatakarzinom ist auch ein zunächst abwartendes Vorgehen möglich; erst wenn ein deutliches Tumorwachstum zu erkennen ist, wird eine Therapie eingeleitet.

Wir stehen Ihnen gerne für eine ausführliche Beratung zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an!

Fortgeschrittener Prostatakrebs

Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren oder Streuung profitieren meist von einer frühzeitig begonnenen Hormon-Entzugstherapie. Lässt die Wirksamkeit dieser Therapie nach – was häufig erst nach vielen Jahren eintritt – oder kommt es zu Beschwerden, müssen zusätzliche Therapiemaßnahmen erwogen werden. So ist bei einem sogenannten hormonrefraktärem Prostatakarzinom, d.h. bei einem Prostatakarzinom, welches trotz Hormonentzugstherapie (sog. Androgenblockade) fortschreitet, eine Chemotherapie (z.B. die dreiwöchentliche Gabe von Docetaxel 75 mg/m2 in Kombination mit Prednisolon, welche ambulant durchgeführt werden kann) angezeigt.

Ein hoch qualifiziertes Ärzte-Team gewährleistet eine Behandlung nach dem neuesten Wissensstand. Besonders schonende Operationstechniken ermöglichen eine radikale Entfernung des Krebses und den Erhalt einer maximalen Lebensqualität. Jeder Patient, bei dem ein Prostatakarzinom vermutet wird oder schon diagnostiziert wurde, braucht eine umfassende Beratung. Ihr Urologe wird Sie kompetent über die verschiedenen Behandlungsoptionen informieren. Zusätzlich bieten wir zu Ihrer Beratung die Sprechstunde von Chefarzt Dr. med. K. Schenke im DRK-Krankenhaus Luckenwalde an.

Links

Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam - Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Brachytherapie
externe Website www.klinikumevb.de…

Deutsche Krebsgesellschaft - Prostatakarzinom
externe Website www.deutsche.krebsgesellschaft.de…

Universitätsmedizin Mannheim - Prostatakarzinom
externe Website www.umm.de…

 
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